DAS ORCHESTER UND SEINE CHEFDIRIGENTIN




Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien ist ein weltweit anerkanntes Spitzenorchester, das sich der Wiener Tradition des Orchesterspiels verbunden fühlt.

Chefdirigentin ist seit September 2019 Marin Alsop. Das RSO Wien ist bekannt für seine außergewöhnliche und mutige Programmgestaltung: Häufig werden das klassisch-romantische Repertoire und Werke der klassischen Moderne mit zeitgenössischen Stücken und selten aufgeführten Werken anderer Epochen verknüpft.

Die meisten Aufführungen werden im Rundfunk übertragen – insbesondere im Sender Österreich 1, aber auch im Ausland. Zudem kann man die Konzerte des Orchesters eine Woche lang nach der Ausstrahlung weltweit online nachhören. Rund 700 Fans unterstützen den Verein "Freund/in des RSO".

In Wien spielt das RSO Wien zwei Abonnementzyklen im Musikverein und Konzerthaus. Darüber hinaus tritt das Orchester alljährlich bei großen Festivals im In- und Ausland auf: Tourneen führen das RSO Wien regelmäßig nach Japan und China, aber auch nach Thailand, Taiwan, USA, Südamerika, Spanien und nach Deutschland unter anderem in die Berliner, Kölner und Essener Philharmonie sowie in die Elbphilharmonie Hamburg. Seit 2007 hat sich das RSO Wien durch seine kontinuierlich erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Theater an der Wien als Opernorchester etabliert. Aber auch im Genre der Filmmusik ist das Orchester heimisch.

Zu den Gästen am Dirigentenpult des RSO Wien zählten u. a. Alain Altinoglu, Leonard Bernstein, Ernest Bour, Christoph von Dohnányi, Christoph Eschenbach, Michael Gielen, Mirga Gražinytė-Tyla, Jakub Hrůša, Ingo Metzmacher, Marc Minkowski, Andris Nelsons, Kirill Petrenko, Wolfgang Sawallisch, Giuseppe Sinopoli, Hans Swarowsky, Lorenzo Viotti und Simone Young. Als Komponisten und Dirigenten leiteten u. a. Luciano Berio, Friedrich Cerha, Peter Eötvös, HK Gruber, Hans Werner Henze, Ernst Krenek, Bruno Maderna und Krzysztof Penderecki das Orchester. Internationale Solist/innen treten regelmäßig mit dem RSO Wien auf, unter ihnen Khatia Buniatishvili, Renaud und Gautier Capuçon, Christian Gerhaher, Martin Grubinger, Hilary Hahn, Patricia Kopatchinskaja, Gidon Kremer, Lang Lang, Sabine Meyer, Gabriela Montero, Anna Netrebko, Heinrich Schiff, Daniil Trifonov und Christian Tetzlaff.

Die umfangreiche Aufnahmetätigkeit umfasst Werke aller Genres, darunter viele Ersteinspielungen von Vertretern der klassischen österreichischen Moderne und österreichischen Zeitgenoss/innen. Außerdem erschienen zwei CD-Boxen "my RSO I" und "my RSO II" mit 24 bzw. 12 CDs. 2019 wurde die Live-Aufnahme von Gottfried von Einems "Der Prozess" bei den Salzburger Festspielen 2018 mit dem "Diapason d'Or" und dem "Preis der Deutschen Schallplattenkritik" ausgezeichnet.

Das RSO Wien hat ein breit angelegtes Education-Programm ins Leben gerufen. Dazu gehören Workshops für Kinder und Jugendliche sowie die Reihen "Mitten in my RSO", "my RSO Musiklabor" und "Klassische Verführung". Bereits seit 1997 werden jedes Jahr hochbegabte Musiker/innen in die RSO-eigene Orchesterakademie aufgenommen. 


MARIN ALSOP, Dirigentin  

Die Saison 2021/22 ist Marin Alsops dritte als Chefdirigentin des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien; auf dem Programm stehen Konzerte im Wiener Konzerthaus sowie im Musikverein, außerdem CD-Aufnahmen, Rundfunk-Übertragungen und internationale Tourneen. Als Chefdirigentin und Kuratorin des Ravinia Festivals in Chicago leitet sie die dortigen Sommerresidenzen des Chicago Symphony Orchestra. Damit stärkt sie ihre lange Beziehung zu diesem Festival, bei dem sie 2002 erstmals auftrat. 

2021 wird Marin Alsop zur Ehrendirigentin des Baltimore Symphony Orchestra ernannt ¬– der krönende Abschluss einer 14-jährigen Verpflichtung als musikalische Leiterin, während der sie das Orchester auf seine erste Europa-Tournee führte, Preise für zahlreiche Aufnahmen erhielt, mehr als zwei Dutzend Werke uraufführte und die „Orchkids“ gründete – ein Musikvermittlungsprogramm für benachteiligte Kinder in Baltimore. Marin Alsop wurde 2020 zur ersten Musikdirektorin des National Orchestral Institute + Festival (NOI+F) ernannt – ein Programm des Clarice Smith Performing Arts Center der University of Maryland – und wird dort eine neu gegründete Dirigentenakademie leiten sowie jedes Jahr im Juni mehrere Konzerte mit den NOI + F Philharmonic geben. Nach sieben Jahren als Musikdirektorin wurde Alsop 2019 Ehrendirigentin des brasilianischen São Paulo Symphony Orchestra (OSESP), wo sie weiterhin jede Saison große Projekte durchführt

Im Beethovenjahr 2020 leitete Marin Alsop in Zusammenarbeit mit YouTube und Google Arts & Culture die „Global Ode To Joy“, ein Crowd-Sourcing-Videoprojekt. Gemeinsam mit der offiziellen deutschen Kampagne zum Beethovenjahr und führenden Kulturorganisationen auf fünf Kontinenten lud Alsop die Weltgemeinschaft ein, den Ruf nach Toleranz, Einheit und Freude der Neunten Symphonie des Komponisten in Videos mit dem Tag #GlobalOdeToJoy zu teilen. Das Projekt gipfelte im Dezember 2020 mit einem großen Videofinale: ein Zusammenschnitt der besten Videos unterlegt mit Beethovens Musik – eingespielt vom RSO Wien unter Marin Alsop und eingesungen vom Stay-at-Home-Chor.

Marin Alsop unterhält seit vielen Jahren gute Beziehungen zu den großen Londoner Orchestern, außerdem gastiert sie regelmäßig beim Cleveland Orchestra, Philadelphia Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig, Orchestra of the Age of Enlightenment, Dänischen Nationalorchester, Budapest Festival Orchester, Concertgebouw Orkest und bei der Filarmonica della Scala. In den Jahren 2019–20 kehrte sie zum Philadelphia Orchestra, zum Danish National Symphony und zum Orchestre de Paris zurück, deren Spielzeit sie im September 2020 eröffnete.

Marin Alsops umfangreiche Aufnahmetätigkeit wurde mehrfach von der Zeitschrift „Gramophone“ ausgezeichnet. Sie erhielt die begehrte Auszeichnung u. a. für die Symphonien von Brahms, Dvořák und Prokofjew (Naxos). Ihr besonderes Interesse gilt der Musik der Gegenwart; sie war 25 Jahre Künstlerische Leiterin des California Cabrillo Festival of Contemporary Music. 

Als erste und einzige Dirigentin wurde Marin Alsop 2019 vom Weltwirtschaftsforum mit dem renommierten Crystal Award ausgezeichnet. Sie war die erste Frau am Dirigentenpult bei der BBC Late Night of the Proms.  Neben zahlreichen anderen Lehrverpflichtungen ist sie als Artist in Residence an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien tätig und am Peabody Institut der John Hopkins University. Ehrendoktorate wurden ihr von der Universität Yale und der Juilliard School verliehen. Um den Karriereweg von Dirigentinnen zu fördern und zu unterstützen, gründete sie 2002 die Taki Concordia Conducting Fellowship, die 2020 ihr zu Ehren in die Taki Alsop Conducting Fellowship umbenannt wurde.  

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